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Bergbau in Trebendorf


Bereits im Jahr 1994 wurde der Braunkohlenplan zur Weiterführung des Tagebau Nochten beschlossen. Durch eine damit verbundene Teilortsumsiedlung des Bereiches „Hinterberg" in Trebendorf und am „Am Damm" in Mühlrose sind insgesamt 56 Grundstücke mit 171 Bewohnern betroffen.

 

Mit der Fortführung des Tagebaus verliert die Gemeinde ca. 25 ha Siedlungs- und Verkehrsfläche, ca. 1200 ha Waldfläche und ca. 190 ha Acker- bzw. Grünlandfläche. Insgesamt sind das 1415 ha; dies entspricht ca. 44 % der Gemeindefläche.

 

Die Bürger der Gemeinde Trebendorf hatten mehrheitlich gegen diesen Braunkohlenplan gestimmt, jedoch wurde im Abwägungsverfahren dem Widerspruch abgeholfen. Eine Klage wurde wegen mangelnder Unterstützung der Nachbargemeinden, welche auch vom Braunkohlenplan betroffen sind, nicht eingereicht.

 

Somit fiel die Entscheidung, mit dem Bergbautreibenden Vattenfall einen Kompromiss zu schließen und auf vertraglicher Grundlage eine sozialverträgliche Umsiedlung mit angemessener Entschädigung für die Umsiedler und Leistungen zur kommunalen Entwicklung von Trebendorf zu realisieren.

 

Im Ergebnis von intensiven vorbereitenden Beratungen und direkten Verhandlungen mit den Vertretern von Vattenfall wurde am 17. September 2008 der „Trebendorf Vertrag" im Beisein des Sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich feierlich unterzeichnet.

 

Der Trebendorf Vertrag bietet der Gemeinde Trebendorf und seinen Bürgern langfristige Rechts- und Planungssicherheit.

In diesem spiegeln sich die Forderungen der Gemeinde zugunsten der Umsiedler, aber auch zugunsten der hier ansässigen Bürger und zur kommunalen Entwicklung des Ortes wieder.